Gleis & Meer: Ein Tagesausflug nach Plön

Wenn ich bisher an Plön gedacht habe, hatte ich zunächst immer das majestätische Schloss vor Augen, das ich bei jeder Zugfahrt nach Lübeck schon vom Weiten bewundern konnte. Auch die schmalen Gassen und Wege aus Kopfsteinpflaster kannte ich bis dato nur aus Erzählungen. Für die Reihe „Gleis & Meer“ in Zusammenarbeit mit DB Regio Schleswig-Holstein habe ich die kleine Stadt in der Holsteinischen Schweiz näher erkundet und gebe dir Tipps, welche Adressen in Plön du unbedingt besuchen solltest.

Während ich mir am Kieler Hauptbahnhof ein Ticket kaufe, bin ich sehr gespannt was mich heute erwartet. Denn ich war bisher erst ein einziges Mal in Plön und meine Erinnerungen daran sind spärlich. Ich war damals erst 12 Jahre alt und zusammen mit einer Freundin saß ich auf dem Steg ihrer Großeltern und lies Papierschiffe über den Plöner See schwimmen. Viel mehr ist leider nicht mehr in meinem Gedächtnis geblieben.
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Mit DB Regio nach Plön

Ich habe heute nur eine kurze Zugfahrt vor mir. Denn die Strecke von Kiel nach Plön dauert lediglich 30 Minuten. Mit einer Kleingruppenkarte können bis zu fünf Personen fahren – das sind dann gerade einmal 5,74 Euro pro Mitfahrer. Da sich Regionalbahn und Regional-Express im halbstündlichen Takt abwechseln, bist du flexibel und musst nie lange auf einen Zug warten. Hier kannst du dir deine persönliche Verbindung raussuchen. Während der Fahrt kannst du entspannt den Anblick des Holsteinischen Hügellands bewundern.
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Ein Tagesausflug nach Plön

Vom Plöner Bahnhof sind es zu Fuß nur fünf Minuten bis in die Innenstadt. Trotzdem führt mich mein Weg zuerst an den See, der sich unmittelbar gegenüber befindet. Obwohl gerade Winter ist, schaukeln vereinzelt kleine Boote auf den Wellen auf und ab. Da sich das Wetter heute eher von seiner diesigen Seite zeigt, ist das Ufer nahezu menschenleer. Ich kann gar nicht glauben, dass sich vor mir wirklich ein See erstreckt. Diesen seichten Wellengang kenne ich sonst nur von meiner geliebten Ostsee. Lediglich der salzige Wind fehlt.
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Märchenhaft: Das Plöner Schloss

Von Weitem sehe ich schon die eindrucksvollen Türme des Plöner Schlosses. Da in der kleinen Kreisstadt alles sehr nahe beieinander liegt, kann ich gemütlich vom See zu Fuß zum Schloss spazieren. Ich schlendere schmale Gassen entlang, vorbei an versteckten Hinterhöfen und geschichtsträchtigen Backsteinhäusern. Aus der Nähe betrachtet, ist das Schloss noch eindrucksvoller als von den Zugfenstern aus. Mit dem majestätischen Schlossturm und den vielen Giebelfenstern sieht es aus, als wäre es die Kulisse meines Lieblingsmärchens.

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Ein Tagesausflug nach Plön: Die besten Tipps für Cafés, Restaurants und zum Bummeln

 

Nachdem Schloss Plön einst unter anderem als Kadettenschule diente, gehört es heute dem Unternehmen Fielmann, das hier seine Auszubildenden schult und sogar in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Lübeck einen Studiengang anbietet. Studieren in einem Märchenschloss – ein Traum! Du kannst die Fielmann Akademie Schloss Plön sogar besichtigen. In den 60 Minuten langen Führungen erfährst du alles über die heutige Nutzung des Schlosses, erkundest den prunkvollen Rittersaal oder begutachtest die Kapelle mit ihren Wandmalereien. Hier bekommst du Infos zu den Besichtigungen. Da das Schloss hoch über Plön thront, habe ich einen fantastischen Blick über die Stadt und den weitreichenden See.

 

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Was im 19. Jahrhundert noch als Zugangskontrolle zum Schloss diente, ist heute ein Restaurant.
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Im angrenzenden Schlosspark befindet sich das Prinzenhaus. Hier kannst du Feste feiern, dich trauen lassen oder in einer Führung durch das Rokokoschlösschen in die Vergangenheit reisen.
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Ein Bummel durch Plöns Altstadt

Der Kopfsteinpflasterweg führt mich am Schloss vorbei Richtung Innenstadt in die Lange Straße, der Einkaufsstraße von Plön. Hier reihen sich Lädchen für Künstlerbedarf, Wohnaccessoires und Bekleidung an Cafés, Restaurants und Floristen.
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Schlemmen in der Eisenpfanne

Mein erster Halt: die Eisenpfanne. In dem rustikalen Restaurant bekommst du von Salat über Fleischgerichte bis hin zu Pizza leckere Hausmannskost und klassische italienische Küche. Die Pasta mit einer cremigen Gorgonzola-Soße, Brokkoli und Champignons landen auf meinem Teller. Lange hält es mich jedoch nicht auf meinem Platz, denn ich habe bereits aus den Augenwinkeln mein nächstes Ziel erspäht.
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Nordische Deko- und Wohnaccessoires bei SL Design

Nur ein paar Meter weiter von der Eisenpfanne entfernt befindet sich SL Design Schöner Leben – ein Laden für Deko- und Wohnaccessoires. Bei Inhaberin Inga Salopiata gibt es jede Menge Inspiration im skandinavischen Design zu entdecken. Auch mein geliebtes Greengate-Geschirr finde ich dort in den weißen Regalen drapiert. Bereits vor einiger Zeit wurde dem hübschen Wohngeschäft ein eigener Blogbeitrag gewidmet. Hier bekommst du viele detaillierte Eindrücke.
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Buntes Blumenmeer bei Vivaldi

Als ich weiter die Lange Straße entlang spaziere, werde ich magisch von einem kleinen Blumenladen angezogen. Bei Vivaldi – Blumen und Lebensart zieren lauter hübsche Gestecke und Sträuße den Eingangsbereich. Als selbsternanntes Blumenmädchen kann ich nicht anders, als das Pflanzenparadies genauer unter die Lupe zu nehmen. Vom diesigen Wetter ist im Vivaldi nicht mehr viel zu erkennen. Ganz im Gegenteil. Die vielen bunten Blumen und Pflanzen lassen mich glauben, dass der Frühling bereits in greifbarer Nähe ist. Nachdem ich mich von dem Blumenmeer losgerissen habe, ist es Zeit für einen Kaffee.
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Im Waffelhimmel bei Dat Waffelhuus

Mein Tipp: Dat Waffelhuus! Es verspricht neben meinem liebsten Heißgetränk eine vielfältige Auswahl an leckeren und außergewöhnlichen Waffeln! An den Wänden des kleinen Cafés hängen unzählige Bilder mit verschnörkelter Schrift und die Möbelstücke im Shabby- Chic-Stil gefallen mir besonders gut. Im Sommer kannst du auf der Terrasse Platz nehmen und deinen Kaffee mit Blick auf das bunte Treiben der Fußgängerzone genießen. Die Auswahl an Waffeln ist so vielfältig, dass es mir deutlich schwerfällt, mich zu entscheiden. Es soll dann aber doch die klassische Variante mit Nutella sein!
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Gestärkt mache ich mich auf den Weg zurück zum Bahnhof. Nicht jedoch, ohne in den Bastelladen zu schauen, der mir bereits auf dem Hinweg aufgefallen ist. In großen Buchstaben steht „Ahoi“ im Schaufenster. Daneben ein Anker und ein hübsches Papiersegelschiff aus Porzellan.

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Kreatives Bastelparadies IdeenReich

IdeenReich ist wirklich ein Reich für kreative Köpfe. Von buntem Bastelpapier über funkelnde Perlen bis hin zu hölzernen Objekten zum Selbstbemalen lässt hier so einiges das kreative Herz höher schlagen. Besonders angetan hat es mir die Kiste mit dem bunten Washi-Tape. Zehn Minuten später und mit einer Postkarte mit süßem Regenjacken-Motiv im Gepäck erreiche ich den Bahnhof.
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Ich habe Plön unterschätzt…

… denke ich, als ich auf dem Rückweg in der Regionalbahn sitze. Bisher bin ich davon ausgegangen, dass mich dort eher ein verschlafenes Städtchen ohne besonderen Reiz erwartet. Aber die vielen kleinen Läden und das Altstadtflair haben mich positiv überrascht. Ein Ausflug im Sommer lohnt sich umso mehr. In der wärmeren Jahreszeit empfehle ich dir eine Rundfahrt über den Großen Plöner See und einen Besuch der Alten Schlossgärtnerei. Im letzten Jahr habe ich sogar auf der Prinzeninsel gepicknickt. Impressionen habe ich in diesem Blogbeitrag festgehalten. Du siehst: Plön ist echt schön!
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Alles auf einen Blick:Ein Tagesausflug nach Plön: Die besten Tipps für Cafés, Restaurants und zum Bummeln

Fotos: Kathrin Knoll

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5 comments

  1. Ralf

    Klinkt sehr verlockend und das Frühjahr kommt

  2. Markus

    Sehr schöner Bericht über meine Heimat- und Lieblingsstadt. Auch die Fotos sind sehr toll gemacht.