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von Lene Rusbült

Gleis & Meer: Ein winterlicher Tag in Eutin

Für den diesjährigen Abschluss der Reihe Gleis & Meer in Kooperation mit DB Regio Schleswig-Holstein wollten Sina und ich so richtig in Weihnachtsstimmung kommen. In Eutin fanden wir mit einem magischen Lichtermeer, einem urigen Café und dem wunderschönen Schlossgarten das perfekte Ausflugsziel.

Ich liebe Weihnachten. Zu keiner Zeit im Jahr bin ich so in meinem Element, wie zur Weihnachtszeit. Kein Wunder also, dass ich für einen neuen Teil Gleis & Meer ein Städtchen erkunden wollte, das mich so richtig in Weihnachtsstimmung bringt. Als ich von dem Lichtermeer erfahren habe, in das Eutin zur Weihnachtszeit getaucht wird, von urigen Cafés und historischen Gemäuern, stand mein Ziel fest.

Eutin erreichst du vom Kieler Hauptbahnhof aus mit dem Regional-Express oder der Regionalbahn. Du bist nicht einmal eine Stunde unterwegs – perfekt für einen spontanen Tagesausflug. Kaufe dir am besten die Kleingruppenkarte. Für insgesamt 33,70 Euro kannst du noch vier weitere Freunde mitnehmen. Suche dir hier direkt deine persönliche Reiseverbindung heraus.

 

 

Das Herz Eutins

Der historische Marktplatz von Eutin liegt keine zehn Minuten vom Bahnhof entfernt. Auf dem Weg dorthin gehen wir eine schmale Kopfsteinpflasterstraße entlang. Über unseren Köpfen hängen bereits die ersten weihnachtlichen Tannengirlanden und die Straßenlaternen sind ebenfalls mit Lichterketten umschlungen. Richtig festlich!

 

 

Jeden Mittwoch und Samstag findet auf dem Marktplatz ein Wochenmarkt statt. Leider war ich für die Schlittschuhbahn ein paar Tage zu früh dort. Denn die Mitte des Platzes verwandelt sich jedes Jahr in ein Paradies für Eisläufer, Punschliebhaber und Weihnachtsfans.

 

 

Man erkennt sofort, dass der Markt das Herzstück der Stadt ist. Cafés, Bäckereien und Restaurants laden zum Verweilen ein, Boutiquen und Läden zum Stöbern. In der Mitte des Platzes ragt ein Denkmal in den Himmel, das von Rosensträuchern umringt wird. Ein paar vereinzelte Blüten trotzen wacker der Kälte. In der Stadtbäckerei genießt eine Gruppe von Menschen den ersten Kaffee des Tages.

 

 

Steinerne Wächter

Vom Marktplatz aus kannst du nahezu alles zu Fuß erkunden. Das Eutiner Schloss liegt keine zehn Minuten entfernt. Auf dem Weg dorthin kommen wir an geschichtsträchtigen Häusern vorbei. Einige sind über und über mit Efeu bewachsen, andere verzaubern mich mit ihrem Fachwerkcharme. Das Schloss liegt direkt am Ende der Straße. Schon von weitem siehst du den eindrucksvollen Schlossturm zwischen den Baumkronen herausragen.

 

 

Wusstest du, dass der Eingang des Schlosses von zwei steinernen Kynokephaloi bewacht wird? Das sind Fabelwesen, die in der ägyptischen Mythologie vorkommen. Sie haben den Körper eines Pavians und den Kopf eines Hundes. Warum die beiden hier hocken, ist jedoch ein ungelöstes Rätsel.

 

 

Wir umrunden das herschaftsvolle Herrenhaus. Schließlich wollen wir den Schlossgarten sehen. In diesen gelangst du durch eine hochgewachsene Allee von Bäumen. Die Lichtstrahlen tanzen durch die Bäume und tauchen alles in ein geheimnisvolles Licht. Ich liebe diese mystische Atmosphäre.

 

Am Rande des Eutiner Schlosses haben wir diesen hübschen Steinpavillon gefunden

 

 

Lebendige Stühle und Gartenparadies

Der Park ist der perfekte Ort für einen Spaziergang. Weite Wiesen, dicht an dicht gedrängte Bäume und ein kleiner Steinbruch, aus dem leise plätschernd Wasser hervor fließt. Warm eingepackt mit Handschuhen und Schal könnte ich stundenlang hier entlang schlendern. Mein persönliches Highlight soll jedoch noch kommen.

 

 

Der Küchengarten befindet sich in der Mitte des Areals. Der große Nutzgarten diente ehemals zur Belieferung der Eutiner Hofküche. Nachdem der Garten lange Zeit brach lag, wurde er 2015 revitalisiert. Seitdem werden die einzelnen Parzellen von Ehrenamtlichen betreut. Der Anblick lässt mein Hobbygärtner-Herz höher schlagen. Unzählige Beete, die in mühevoller Kleinstarbeit bepflanzt wurden, reihen sich an Wildblumen und Obstbäume. Besonders gut gefällt mir der Baum, dessen Stamm und Äste einen lebendigen Stuhl formen.

 

Auf unserem Weg durch Eutin sind wir an dieser historischen Badeanstalt vorbeigekommen

 

 

Zuhause im Tohuus

Der Wind ist eisig und Sina und ich beschließen, zum Abschluss des Tages zum Marktplatz zu gehen und uns in einem Café mit einen heißen Cappuccino aufzuwärmen. Das „Tohuus“ macht seinem Namen alle Ehre. Denn kaum sind wir durch die rustikale Eingangstür getreten, fühlen wir uns wie in einem heimeligen Wohnzimmer. In den Ecken stehen kuschelige Cocktail-Sessel, an den Wänden hängen Bilder von Seemännern und Booten. Die Speisekarte ist klein aber fein. Hier findest du kein pappiges Fastfood, sondern leckere frische Fischbrötchen, hausgemachte Limo und herrlich duftenden Kuchen. Dazu kommt die täglich wechselnde Tagessuppe.

 

 

Magische Lichterstadt

Auf den Heimweg machen wir uns erst in der Dämmerung. Denn wenn es dunkel wird, werden zur Weihnachtszeit die historischen Gebäude der Stadt von bunten Lichtern angestrahlt und tauchen alles in eine weihnachtliche Atmosphäre. Einfach magisch!

 

© R. Jebe/TI Eutin

© R. Jebe/TI Eutin

 

Bis zum 05.01.2010 kannst du die Lichterstadt noch bewundern. Ich empfehle dir schon etwas früher loszufahren, denn dann kannst du auf der Schlittschuhbahn auf dem Marktplatz ein paar Runden drehen. Im angrenzenden Zelt bekommst du viele weihnachtliche Leckereien, um dich nach dem Eislaufen aufzuwärmen. Die Fläche öffnet unter der Woche immer von 13.00 bis 18.00 Uhr und sonntags von 11.00 bis 19.00 Uhr. Und durch die Bahnfahrt steht auch dem einen oder anderem Becher Punsch nichts mehr im Wege.

 

© R. Jebe/TI Eutin

 

Hast du noch weitere Geheimtipps für Eutin?

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