5 Tipps für deinen Urlaub in Heiligenhafen

Mein Kurztrip in das neue Beach Motel in Heiligenhafen war zugleich mein erster Besuch in der Kleinstadt an der Ostsee. Diese hat einige schöne Ecken zu bieten und mich mit der maritimen, romantischen Atmosphäre gefangen genommen. Von einer Fahrradtour zur Steilküste bis zum Strandspaziergang nach Graswader: Ich zeige dir fünf Ausflugstipps für deinen nächsten Urlaub in Heiligenhafen.

 

 

Heiligenhafen – Das Sonnendeck der Ostsee

Die Kleinstadt an der Ostsee – von vielen auch liebevoll „Halli“ genannt – hat mich bei einem Kurztrip mit ihren unterschiedlichen Facetten begeistert. Wasser ist hier ein ganz großes Thema, denn mit Binnensee, Ostsee und Hafen ist davon in jede Richtung etwas vorhanden. Der Ort hat sich in den letzten Jahren generell ganz schön gewandelt. Lässt sich vielleicht sogar als Vorreiter in Sachen Tourismus anführen. Mir fiel jedenfalls die immer noch sehr aktive Bautätigkeit auf. Viele Bagger und Baustellen kreuzen dort aktuell noch deinen Weg.

Neben allerlei Schlechtwetter-Angeboten, zwei Promenaden, Flaniermeilen im Hafen und der neuen Seebrücke sind so einige schicke Hotels und ein großes Feriendorf hinzugekommen. Dazu gehören auch das Beach Motel oder die Bretterbude – zwei Lifestyle-Hotels für ein eher jüngeres Publikum, deren Konzept und Look mich persönlich sehr ansprechen. Hier habe ich dir ausführlich von meinem Aufenthalt im Beach Motel berichtet.

Es hat sich also viel getan und bis zum Sommer wird sicherlich das eine oder andere Projekt endgültig fertiggestellt sein (Wie zum Beispiel die neuen Beach Apartments). Ich kenne Heiligenhafen nur so, wie ich es jetzt gesehen habe und bin den Veränderungen gegenüber eher positiv eingestellt. Zumindest empfinde ich den Ort als ein ziemlich tolles Urlaubsziel bei uns im hohen Norden. Nicht zuletzt wegen der sonnigen Küstenlandschaften und vielseitigen Ausflugsmöglichkeiten. Was du dort so unternehmen kannst, möchte ich dir jetzt anhand meiner Highlights zeigen.

 

 

Die Erlebnis-Seebrücke

So eine Brücke habe ich bisher noch nicht gesehen. 435 Meter ist sie lang, verläuft zickzackförmig und bietet einen fantastischen Ausblick auf die Ostsee und Küstenlandschaft. Warum sie ein Erlebnis ist? Du hast dort sehr viele Liege- und Sitzmöglichkeiten, ein Badedeck, Spielbereiche für Kinder und verglaste Abschnitte für Schietwetter-Tage. Sogar eine Eheschließung auf der Seebrücke ist möglich! Sehr süß finde ich zudem die kleinen Liebesschlösser. 🙂 Abends wird die Brücke in romantisches Licht getaucht. Also der perfekte Ort, um den Sonnenuntergang zu beobachten.

 

 

Kilometerlange Strandspaziergänge

Liebst du es auch? Den Wind in den Haaren, Sand in den Schuhen, das Meeresrauschen, Muscheln sammeln, mit den nackten Füßen in die Ostsee tauchen und zwischen den Dünen chillen. Dafür eignet sich der kilometerlange Sandstrand in Heiligenhafen in jedem Fall! Hinter der Promenade gibt es zudem einige Ferienwohnungen, die aus der Ferne aussehen wie kleine Holzspielzeug-Häuser. Wenn es so richtig windig ist, dann wird der Strand zum Paradies für alle Surfer. Mit ihren Kites flitzen sie über die Wellen und machen kunstvollen Sprünge.

Hier entsteht aktuell eine kleine Strandbar, die dich bald mit Getränken versorgt. Die Ostseeinsel Fehmarn ist übrigens nicht weit entfernt und natürlich auch einen Ausflug wert! Am Horizont kannst du sogar die Fehmarnsundbrücke erkennen.

 

 

Der Graswader – Ein idyllisches Naturschutzgebiet

Ein Muss: der Graswader. Zusammen mit Steinwader ergibt sich auf der langgestreckten Halbinsel ein 230 Hektar großes Naturschutzgebiet. Unglaublich viele Vogel- und Pflanzenarten kannst du hier entdecken. Du kennst bestimmt die hübschen, kleinen Häuschen in bunten Farben, die dort direkt am Strand gebaut wurden. Ein typisches Bild und Fotomotiv für Heiligenhafen. Wie gerne würde ich so wohnen! Kein Wunder, dass die Grundstücke in Graswader zu den teuersten in Schleswig-Holstein gehören. Für mich strahlt der Strandabschnitt und der Weg durch das Gebiet unwahrscheinlich viel Idylle und Ruhe aus.

 

 

Hafenluft schnuppern

Heiligenhafen hat gleich zwei Häfen zu bieten. Im schönen Yachthafen gibt es tolle Boote und Schiffe zu bewundern, eine schicke Flaniermeile und sogar Hausboote habe ich an einem Steg gesichtet. Ein Stück weiter befindet sich der aktive Fischereihafen, wo du fangfrischen Fisch direkt vom Kutter kaufen kannst. Alternativ wird dieser in einem der vielen Fischrestaurants, wie zum Beispiel Treffpunkt Fischhalle, angeboten.

Mein Tipp: die Genusspiraten! Das ist ein zu einem Imbiss umfunktioniertes Schiff, das Hotdogs nach dänischer und mexikanischer Art, Burger, Fish and Chips, Backfisch und knusprige Pommes anbietet. Fischbrötchen dürfen natürlich ebenfalls nicht fehlen! Genießen diese auf den gemütliche Sitzflächen, während die Möwen dich dabei neidisch beobachten. 😉

 

 

Altstadtcharme, Shoppingmöglichkeiten und Gastro-Tipps

Vom Hafen führt der Weg in die historische Altstadt. Mit ihren Fachwerk- und Backsteinhäusern ist sie wirklich ganz klein und schnuckelig. Am und um den Marktplatz tümmeln sich weitere Geschäfte, Restaurants und ein Softeis-Stand – original dänisch und suuuper lecker!

In der niedlichen Einkaufsstraße zwischen Bretterbude und Beach Motel findest du ein Crêpe-Café mit allerlei süßen Leckereien. Ich empfehle dir zudem die Restaurants und Bars der beiden Hotels. Im Holy Harbour Café & Grill werden ab 14 Uhr Kaffee, Kuchen und Waffeln angeboten. Ab 18 Uhr eine Abendkarte mit köstlichen regionalen Speisen. Die Bretterbude hat in ihrem Selfservice-Restaurant Strandschuppen ebenfalls einige Snacks im Angebot. In der Spelunke solltest du unbedingt den leckeren Rhabarber-Schnaps probieren, und in der Flamingo-Bar bei dem einen oder anderen Konzert Cocktails und andere Drinks schlürfen.

 

 

Mit dem Fahrrad zur Steilküste

Ganz besonders ans Herz lege ich dir eine Fahrradtour zur Steilküste. Mein Freund und ich haben uns die wohl coolsten Bikes im Beach Motel ausgeliehen und sind zunächst einmal um den Binnensee herum gedüst. Und dann immer in Richtung Leuchtturm radeln. Wenn du einen kleinen Umweg vorbei an einer Wiese mit Kühen einschlägst und ein ganzes Stück bergauf in kauf nimmst, gelangst du auf ein ewig weites Feld. Von dort aus hast du einen wahnsinnig tollen Panoramablick, der die Anstrengungen wert ist! 🙂

 

 

Direkt unterhalb des Leuchtturmes wartet der beeindruckende Blick auf die große Meeresbucht, den steinigen Strand und natürlich die Steilküste. Bis auf einen mutigen Angler, waren wir die einzigen hier und fühlten uns wie in eine andere Welt versetzt. Einfach schön!

 

 

Es gibt natürlich noch viel mehr in Heiligenhafen zu entdecken und zu unternehmen. Mehr haben wir in zwei Tagen nicht geschafft, denn wir wollten gerne ausgiebig das Angebot des Beach Motels testen und genießen. Ich möchte auf jeden Fall nochmal zurückkehren. Das nächste Mal vielleicht mit ein paar Freunden ein Ferienhaus mieten …

Ich hoffe, meine Tipps helfen dir weiter. Wenn du dich in Heiligenhafen noch besser auskennst, dann freue ich mich über weitere Anregungen! 🙂

Warst du schon mal in Heiligenhafen?

Liebste Grüße, deine Finja

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7 comments

  1. Jörg und Sylvia Kremer

    Wir waren schon etliche Male in Heiligenhafen und der tolle Bericht hat Spass gemacht zu lesen. Ihr solltet das Eisparadies in der kleinen Passage am Fischereihafen probieren. Geniales Softwis mit Allerlei alkoholischem oder fruchtigem Tuning der Alte Salzspeicher ist ebenso extrem Empfehlenswert. Aber es gibt noch etliche schöne Dinge zu endecken. Am 18.06. geht’s für uns wieder dahin. Schöne Grüsse aus Köln von Jörg und Sylvia

  2. Keiner hier sagt Holy Harbour! Das ist ein Gerücht. Schön dass es dir hier gefallen hat. Was für eine Kamera+Objektiv benutzt du für die Fotos?

    LG Olli

    • Finja Schulze

      Moin Olli! Ich bin sehr oft über diese Bezeichnung gestolpert, daher dachte ich das 😉 Ich benutze die Canon EOS 5 Mark II. Bei den Objektiven wechsle ich. MAl fotografiere ich mit einem Canon 24-105mm, mal mit der 50mm Festbrennweite. In HHF hatte ich noch ein Teleobjektiv dabei.Liebe Grüße, Finja

  3. Tine

    Hallo, Finja, ich bin sehr begeistert von deinem Bericht – alles sehr beeindruckend geschildert! Wir sind seit 40 Jahren Hlhf.-Fans, seit einem Jahr haben wir – endlich – ein Ferienhaus dort kaufen können. Diesen Ort LIEBT man… – oder er ist einem egal ;-), Letzteres bezieht sich vermutlich nur ein Promille der Gäste. Ein toller Ort mit laaaanger Tradition, die auch durch die aktuellen Bauten nur geringfügig „gebrochen“ wird. Für mein Gefühl ist im Ort zurzeit ein bisschen viel „Beach-Motel“- Gehabe, aber es gibt ja auch noch die vielen anderen wunderschönen Ecken zu entdecken, von denen zu berichtet hast. Heiligenhafen wird – das nur nebenbei – gern liebevoll „Halli“ genannt… von den meisten. P.S.: Ich würde den Link zu dieser Seite gern auf „unseren“ diversen Ferienhaus-Angebotseiten mit einbinden, falls das okay für dich ist, weil ich deinen Bericht über „Halli“ einfach suuuper finde.

    • Finja Schulze

      Liebe Tine! Vielen Dank für deinen lieben Kommentar! Ihr habt dort ein Ferienhaus? Hach wie schön! Da bin ich neidisch! Ich persönlich bin ein großer Fan des Beach Motels. Wollte aber mit diesem Artikel auch zeigen, dass es genau so viele naturbelassene Ecken gibt, die einen nicht ganz so sehr daran erinnern, dass hier touristisch gerade sehr viel passiert.
      Du kannst meinen Artikel gerne verlinken 🙂

      Liebe Grüße, Finja

  4. Christian

    Hallo Finja, danke fuer deine Tipps, bin auch gerade 3 Tage im Beachmotel mit meiner Frau und werde den ein oder anderen Tipp testen. Liebe Gruesse Christian