von Merle Primke

Das Förde Fräulein auf der Berlinale

Wer mir auf Facebook, Twitter oder Instagram folgt, der hat es bestimmt schon mitbekommen. Am Sonntag bin ich der Einladung von L’Oréal gefolgt,  und habe mich zu früher Stunde auf den Weg nach Berlin zur 63. Berlinale gemacht.


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Für mich ging damit ein großer Traum in Erfüllung. Schon immer wollte ich das Festival einmal hautnah erleben, die Atmosphäre einsaugen und die Filme in den jeweiligen Spielstätten auf mich wirken lassen. Und meine hohen Erwartungen haben mich nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil! Mein Ausflug nach Berlin zählt von nun an zu einem der aufregendsten und unvergesslichsten Tage in meinem Leben. L’Oréal, der Hauptsponsor der Berlinale, war ein sehr sympathischer und freundlicher Gastgeber und ich bin mehr als  dankbar, eine solch unvergessliche Erfahrung ermöglicht bekommen zu haben. Natürlich durfte meine Kamera nicht fehlen und so habe ich die schönsten Momente nochmal für euch zusammengesammelt. In diesem Zug kann ich nur jedem raten immer an seinen Träumen festzuhalten und mit Leidenschaft an dem zu arbeiten, was man liebt!

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Ankunft im Hotel De Rome:

Als ich am Vormittag in Berlin ankam und durch das Autofenster kurze Zeit später die beeindruckende Fassade des Hotel De Rome entdeckte, konnte ich das Ganze  noch gar nicht fassen. Hier sollte tatsächlich -ich- übernachten? Beim Betreten der Eingangshalle wurden meine Augen dann immer größer und größer. Ich war überwältigt von so viel Luxus und Design! Als ich dann in mein Zimmer geführt wurde, musste ich bei den dunklen Holzmöbeln und dem gedämmten, warmen Licht direkt an einen David Lynch Film denken (und das ist positiv gemeint). Im Badezimmer erwartete mich eine riesige Badewanne, in welcher ich es mir später dann auch mit einer der gut sortierten Zeitschriften gemütlich machte. Alles, aber auch wirklich alles war bis ins kleinste Detail liebevoll zurechtgemacht. Als ich spät Abends total erschöpft die Zimmertür öffnete, erwarteten mich bereits zugezogene Vorhänge, auf meinem Nachttisch stand ein Teller mit hausgemachten Pralinen, alles war aufgeräumt und der Oberhammer, auf dem Fernseher knisterte ein virtuelles Kaminfeuer vor sich hin. Am aller besten fand ich aber die coolen Puschen alá Kevin allein in New York, von welchen ich mich erst gar nicht mehr trennen wollte.

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Empfang im Foyer:

Nach unserem Hotel Check-In machten sich die anderen eingeladenen Blogger / Youtuber, wie auch die Damen von L’Oréal und ich auf den Weg zum Sony Center. Dort ging es zuerst in das Foyer des Kaisersaals, wo ein sehr einladendes Ambiente auf uns wartete. Der runde, tanzsaalartige Spiegelraum war in ein warmes, rosafarbenes Licht getaucht. Auf den festlichen Tischchen standen Kerzen, überall waren die neuesten L’Oréal Produkte zum Mitnehmen ausgelegt und es gab leckere Säfte oder Sekt zur Begrüßung.

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Lunch im Kaisersaal:

Nach dem kurzen Aufenthalt im Foyer ging es dann in Kerzenlicht getauchte Stufen empor, hinauf in den, mich wirklich überwältigenden, Kaisersaal. Noch nie habe ich in einer, auch nur annähernd so schönen Lokalität essen dürfen. Der Kaisersaal bringt eine lange Geschichte mit sich. Damals auf Wunsch von von Kaiser Wilhelm II. erbaut, das umliegende Gebäude im 2. Weltkrieg zerstört und dann 2007 wieder eröffnet, findet hier heute unter Anderem der Berlinale Lunch Club statt.  Während des Film-Festivals essen hier jeden Tag die Regisseure und Darsteller der jeweiligen Premierenfilme zu Mittag. Ich habe mich sehr geehrt gefühlt auf den gleichen Stühlen Platz nehmen zu dürfen und dabei das aufregende drei Gänge Menü zu verdrücken!

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Make-Up Workshop mit Miriam Jacks:

Nachdem wir uns die Bäuche mit all dem guten Essen vollgeschlagen hatten, ging es dann ein paar Meter weiter zu dem mobilen L’Oréal Make-Up Studio, mitten auf dem Potsdamer Platz. Hier führte uns Miriam, national Make-Up Artist, die korrekte Anwendung der neuesten Produkte vor und legte bei der ein oder anderen Person auch selbst Hand an. Mir verpasste sie einen perfekten Lidstrich und rote, ess und trinkfeste Lippen für den Abend.

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Besuch im Berlinale Palast:

Nachdem wir wieder im Hotel ankamen und bei Bedarf einen eigenen Stylisten auf unser Zimmer bestellt hatten, ging es via Limousinen-Konvoi (abgefahren) zum Berlinale Palast am Marlene-Dietrich Platz. Dort angekommen fuhren uns die Autos direkt auf den roten Teppich, über welchen ich dann schnurstracks in das Gebäude gehuscht bin, mich hinter der großen Glasfront versteckt und die Leute lieber von dort aus beobachtet habe. Aber auch, wenn ich roten Teppichen und Staraufläufen normalerweise nicht sonderlich viel abgewinnen kann, kam der Gang über die, wahrscheinlich längste Fussmatte der Welt, eher einem Gefühl von fliegen gleich. Am verrücktesten fand ich aber die Flutlichtbeleuchtung. Von dem grellen Licht wurde man fast erschlagen, was das Ganze noch irrealer hat wirken lassen. Nach diesem blendenden Erlebnis ging es dann hinauf in einen VIP Bereich, in welchem man einmal wieder mit Champagner und, in meinem Fall, einem Smoothie und Viva Con Agua Wasser versorgt wurde. Mit Aufruf des nahenden Filmbeginns ging es dann auch schon in den Kinosaal (welcher eigentlich ein Theater ist) und ab in die gemütlichen roten Sessel. Ich muss gestehen, mich in Kinos manchmal nicht sonderlich wohl zu fühlen, aber hier waren Stimmung und Ambiente einfach etwas komplett anderes. Irgendwie aufregender!

Gesehen haben wir an dem Abend die Weltpremiere von La Religieuse (Die Nonne) einer französischen Verfilmung des Romans von Denis Diderot mitsamt Darstellern und Regisseur im Kinosaal. Ich muss gestehen, dass ich zu der Thematik des Filmes leider keinerlei Verbundenheit hatte und er mir somit nicht sonderlich gefiel. Nichtsdestotrotz waren die schauspielerische Leistung der Hauptdarstellerin, wie auch die prunkvollen Rokoko Kostüme ausgesprochen sehenswert. Aber genau das ist auch das aufregende an der Berlinale. Es kann dir passieren, dass du dir die Premiere einer deiner späteren Lieblingsfilme anschaust oder halt eben zwei Stunden lang Französisch sprechenden Nonnen zuschaust. Es gibt so viele Dinge, die mich an der Berlinale begeisterten haben. Besonders positiv ist mir zum Beispiel aufgefallen, dass Viva Con Agua hier groß in Szene gesetzt, bei vielen wichtigen Interviews präsent in die Kamera gehalten wird. Was die Berlinale für mich zudem besonders macht , ist die Tatsache, dass sich hier wirklich jeder ein Ticket ergattern kann, sofern er sich schnell genug um ein solches bemüht. Bei anderen Filmfestspielen wie in Venedig oder Cannes ist dies leider nicht der Fall und die Vorstellungen sind nur geladenen Gästen vorbehalten.

Filme, die während meines Aufenthalts oder auch schon zuvor besonderes Interesse in mir geweckt haben, sind unter Anderem diese beiden Streifen aus dem Perspektive Deutsches Kino Programm: Oh Boy und Freier Fall. Außerdem der vielversprechende Film vom chinesischen Kultregisseur und Berlinale Jurymitklied Wong Kar-Wai The Grandmasters oder auch The Necessary Death of Charlie Countryman mit der interessanten Zusammenführung von Mads Mikkelsen und Shia LaBeouf. Ich bin schon sehr gespannt auf die, teilweise noch anstehenden, offiziellen Filmstarts!

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