Links im Hof: Siebdruck trifft auf Neonpink

Die Siebdruck-Werkstatt von Links im Hof versteckt sich – wie der Name schon sagt – ganz links auf einem hübschen Hinterhof in der Legienstraße. Efeuranken schlängeln sich hier an einer grauen Steinwand entlang. Diverse Blumentöpfe säumen den Weg. Über der Eingangstür thront der Schriftzug „Künstlerhaus“. Ein Wort, das nicht zu viel verspricht. Als ich mich mit den beiden Werkstatt-Betreiberinnen Antonia und Wiebke unterhalte, merke ich sehr schnell, wie viel künstlerische Ambition hinter ihrer Arbeit mit dem Siebdruck steht.

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Siebdruck – das bedeutet Drucken auf ganz ursprüngliche Art und Weise. Die Kunstform wird in Deutschland seit den 20er Jahren angewandt. Links im Hof möchte diese Tradition aufrechterhalten. Gerade auch, weil man mit dem Siebdruck-Verfahren ganz besonders kreativ arbeiten kann. Es ermöglicht einem, die verschiedensten Farbsorten zu verwenden und so gut wie alle Materialien zu bedrucken.

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Von Glas, über Leder, bis hin zu Leinenstoff – mit Siebdruck bleibt kaum ein Wunschgewebe unbedruckt. So entdecke ich in der gemütlich gestalteten Werkstatt die verschiedensten Kissen – verschönert mit Hirschen, geometrischen Mustern oder Schriftzügen. Ich sichte Pinnbretter aus Plastik, auf welchen mir ein Mann mit Taucherglocke entgegengrinst. Außerdem diverse Kunstdrucke auf Papier.

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Bunt verteilt hängen die Werke an einer großen Wand. Ich brauche bestimmt eine halbe Stunde um auch wirklich alle ganz genau zu erfassen. „Das sind handgefertigte Drucke von unseren Werkstatt-Gästen“, verrät mir Künstlerin Antonia. Eine spannende Mischung.

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Bei Links im Hof kann man individuelle Workshops buchen, in denen einem der Umgang mit der Siebdruck-Maschine erklärt wird. Hier darf man noch selbst Hand anlegen und seine Kreativität sprudeln lassen. Nach Hause geht man dann mit eine großen Ladung an selbstgemachten Taschen, Kissen oder Papier-Accessoires. Etwas Eigenes, worauf man wirklich stolz sein kann. Und auch ich habe es mir nicht nehmen lassen, die außergewöhnliche Technik einmal ganz genau erklärt zu bekommen. Es ging einfacher als gedacht: Die Farbe wurde mit einer sogenannten Gummirakel durch ein feines Sieb auf das gewünschte Material gestrichen. Dabei entstanden ist ein hübsches Notizheft, versehen mit meinem Förde-Fräulein-Logo. Diesmal allerdings ganz ungewohnt in Neonpink. Eine interessante Abwechslung und mein neuer Liebling auf dem Schreibtisch.

Besuche Links im Hof:

Legienstr. 26

24103 Kiel

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