Loppokaffeeverrückt

Ein großer Kaffeeliebhaber bin ich ohnehin schon. Doch ein Besuch beim Loppokaffee zeigt mir, wie außergewöhnlich und vielfältig der Geschmack von Kaffee sein kann.

Schon seit vier Jahren stehen Kira und Axel mit ihrem bekannten Kaffee-Fahrrad Woche für Woche auf den Märkten auf dem Exerzierplatz und dem Blücherplatz und bringen den Menschen den echten Genuss des Heißgetränks näher – der Loppokaffeeexpress. Im September 2014 haben die beiden zusätzlich ihren eigenen Laden eröffnet: eine Rösterei mit Café im Grasweg, das Loppokaffee.

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Als ich das Loppokaffee betrete, bin ich begeistert vom gemütlichen Ambiente, das die beiden Kaffeeliebhaber hier erschaffen haben. Zusammen mit einem Freund, der Tischler ist, haben sie den ehemaligen Handwerksbetrieb umgebaut. Das unter der Decke befestigte Fahrrad des Loppokaffeeexpress, die Holztische im natürlichen Look und viele kleine Details – wie die Kaffeesäcke, Bücher über Kaffee oder die stilvoll gestalteten Kärtchen vom Loppokaffee – sorgen dafür, dass ich mich von Beginn an wohlfühle. Vor allem aber ist es der angenehme Geruch von leckerem, frisch gebrühtem Kaffee, der es hier für mich rundum behaglich macht.

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Die Leidenschaft für Kaffee, das ist das, was Kira und Axel antreibt. Sie sind durch und durch „kaffeeverrückt“, wie sie selbst sagen. Kira bringt mir eine auf einem Holzbrettchen angerichtete, liebevoll verzierte Tasse Cappuccino. Bei jedem Schluck schmeckt man, dass das Getränk mit Hingabe gemacht ist. Während ich den Geschmack des aromatischen und gleichzeitig milden Getränks erkunde, unterhalte ich mich mit den beiden über ihre Liebe zu den kleinen, braunen Bohnen: „Kaffeetrinken sollte nicht nur eine Selbstverständlichkeit sein, sondern vor allem Genuss“, sagt Axel. Auch in seiner Freizeit beschäftigt er sich ständig mit dem Thema – Kaffee ist für ihn Beruf und Hobby zugleich. Er und Kira reisen schon mal nach Kenia oder Ecuador, um die besten Bohnen direkt vor Ort auszuwählen.

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_MG_9789filter

_MG_9880filterEntscheidend für den Geschmack des Kaffees ist nicht nur die Sorte, sondern auch die Röstung der Bohnen. Detailliert erklären mir Kira und Axel die einzelnen Schritte bis zum fertigen Produkt. Das Café bietet die perfekte Möglichkeit, die leckeren Kaffeekreationen in aller Ruhe zu genießen oder für unterwegs mitzunehmen – der Schwerpunkt liegt bei den beiden Kaffeekennern aber auf der Rösterei. Die vielfältigen Sorten, die jeweils spezielle Geschmackskomponenten vereinen, gibt es im Loppokaffee zu kaufen, damit man sie auch zuhause genießen kann.

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Der Kaffee steht im Vordergrund, aber das Café bietet daneben auch eine Auswahl an anderen Getränken und Gebäck – Zitronenlimonade, Kräutertee, Mandelstangen, verschiedene Kuchen und Kekse. „Was wir verkaufen, wollen wir auch selbst machen“, erklärt Kira. Dass jedes einzelne Produkt liebevoll hergestellt ist, erkennt man auf den ersten Blick. Kira bietet mir noch eine Tasse Filterkaffee der Sorte „Kenia“ an. In einem Glas bekomme ich das Getränk serviert, das viel intensiver schmeckt als der Kaffee, den ich kenne. Ich bin begeistert und nehme mir noch eine Packung Kaffeebohnen mit nach Hause.

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Von Kira und Axel möchte ich zum Schluss noch wissen, wo für sie der größte Unterschied zwischen ihrer Rösterei mit Café und dem Verkauf auf den Wochenmärkten liegt. „Man kann sich hier noch mehr Zeit nehmen für die Leute, um ihnen ihre Fragen zu beantworten und auf Details einzugehen“, antwortet Axel. Und ich bin mir bei der Begeisterung der beiden Kaffeeverrückten ganz sicher, dass sie es schaffen werden, in Zukunft noch bei vielen Kielern die Leidenschaft für den Kaffeegenuss zu entfachen.

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Übrigens: Ich habe mir am Wochenende Zeit genommen und in aller Ruhe Kaffee gemahlen und gekocht – es hat großartig geschmeckt!

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Fotos: Kathrin Knoll

Entdecke:

Loppokaffee
Grasweg 8
Kiel
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Jan Lohmann

In die Fördestadt verschlagen hat es mich, als ich mein Studium begonnen habe – und seitdem möchte ich hier nicht mehr weg. Egal ob beim Schiffegucken an der Förde, Laufen im Park oder Kochen zuhause, hier fühle ich mich wohl. Und immer wenn ich denke, die Stadt bereits wie meine Westentasche zu kennen, finde ich wieder etwas Neues. Das Kiel, das ich dabei entdecke, möchte ich gerne teilen – mit Ur-Kielern, Wahl-Kielern, Nicht-Kielern und allen, die Kieler werden wollen!