Förde Fräulein trifft … Lisa von Ankerplatz Design

In unserer Serie „Förde Fräulein trifft …“ stellen wir euch nicht nur tolle Blogger aus dem Norden vor, sondern auch Menschen, die etwas Besonderes können, erschaffen oder zu erzählen haben. So wie Lisa Wohlsen von Ankerplatz Design aus Kiel.

Immer wenn ich im Sommer an der Kiellinie spazieren ging und mir ein leckeres Fischbrötchen in der Fischbar gönnte, bewunderte ich die tollen Möbel, die dort zum Verweilen einladen. Originelle Strandkörbe, Tischchen und gepolsterte Hocker aus Obstkisten in hellen Farben. So schön maritim, so Kiel. Es ließ sich das Logo mit dem Schriftzug „Ankerplatz“ erkennen und ich wollte unbedingt wissen, wer sich dahinter verbirgt.

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In meiner Vorstellung war das ein Team von mehreren Personen oder ein starker Kieler Jung, der die Möbel in einer rustikalen Werkstatt mit schweren Geräten fertigt. Ich staunte nicht schlecht, als ich eine Antwort-Mail von Lisa bekam, die schrieb, dass nur sie der Kopf dahinter ist. Ich wurde noch neugieriger. Wir verabredeten uns in der Wohnung ihres Freundes Dennis, wo mich ein sehr netter und vor allem kreativer Vormittag erwartete.

Ich bin etwas außer Atmen als ich die Wohnung im fünften Stock erreiche. Ein zierliches, blondes Mädchen mit strahlenden Augen öffnet mir die Tür. Ich betrete eine lichtdurchflutete Dachgeschosswohnung mit großen Fenstern und einem fantastischen Blick auf Kiel. Wow!

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Lisa hat uns ein leckeres Frühstück mit Croissants aus dem Restez und bunten Macarons zubereitet. Bei einer Tasse Kaffee kommen wir zwei Mädels ins Plaudern. Die 22-Jährige studiert Interior Design an der Muthesius Kunsthochschule. Das passt doch perfekt, denke ich. Ihr kleines Unternehmen „Ankerplatz Design“ hat sie schon 2013 gegründet. In der Heimwerkstatt in der Garage ihrer Eltern entstehen seitdem alle möglichen Kleinmöbel bis hin zu den großen Strandkörben. Erfolgserlebnisse waren bisher vor allem das Ausstatten der Fischbar als auch des Yoga-Hotels Kubatzki in St. Peter-Ording mit ihren Werken.

Ich frage mich, woher das hübsche Mädchen das Talent und Händchen für den Bau von Möbeln hat. Ich könnte das wahrscheinlich nicht. „Basteln und Nähen gehörte schon immer zu meinen Leidenschaften. Vieles habe ich mir einfach selbst beigebracht. Außerdem habe ich das handwerkliche Know-how bei einem Praktikum in der Tischlerei von Innenarchitekt Georg Wawerla gelernt“, erzählt mir Lisa, die heute eine weiße, luftige Bluse und eine auffällige Kette trägt. Der Name ihres Labels ist natürlich von unserer Fördestadt inspiriert, aber auch ein Ausdruck des Gefühls, angekommen zu sein.

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Nun darf ich mich näher in der traumhaften Wohnung umschauen. Sie ist sehr modern eingerichtet, eher schwarz-weiß gehalten. Mir fallen die maritimen, selbstgestalteten Bilder ihres Freundes ins Auge. Ich kann aber auch in jedem Raum Lisas Handschrift erkennen: hier ein kleines Tischchen mit Blumen dekoriert, dort ein Kissen mit witziger, norddeutscher Wortkombination bedruckt. Es wirkt nicht zusammengewürfelt, sondern harmonisch und individuell. Am besten gefällt mir ein weißer Obstkisten-Tisch, der innen Kupfer gestrichen ist.

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„Die Ideen für die Kissenbeschriftung sind Dennis und mir spontan eingefallen. Am besten kommen ‚Scharfe Scholle’ und ‚Heißer Hecht’ an“, berichtet mir Lisa, die inzwischen an ihrer Nähmaschine sitzt. Lustig finde ich aber auch ‚Krabbensalat“, „Geiler Dorsch“ und „Pommes und Disco“. Sie zeigt mir, wie sie ihre Textilien beschriftet. Sie stellt sogar Schmuck her, der liebevoll in kleinen, mit Ankern bedruckten Täschchen verpackt wird. Ihre auffällige Kette hat sie natürlich auch selbst gestaltet.

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Damit ich einen Eindruck von den gröberen Arbeiten bekomme, folge ich Lisa in die Garage, in der die wunderschönen Möbel entstehen. Sie ist zuvor in ihre weiß gesprenkelte Arbeitshose geschlüpft. Ich sehe die verschiedensten Farbtöpfe, Pinsel, Schrauben, Holzbretter, Hammer, Schleifgeräte. Die talentierte Heimwerkerin zeigt mir, wie sie eine Obstkiste, die sie auf Wochenmärkten findet, bearbeitet. Die Oberfläche wird abgeschliffen und poliert, mit einer Farbe in Mint und Weiß bestrichen und später lasiert. Aus Holzstücken baut sie Regalfächer oder andere praktische Zusätze an. Ich bin fasziniert von Lisas Können und ihrer Ruhe bei der Arbeit. Sie scheint total in ihrem Element zu sein.

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„Alles, was ich herstelle, gefällt mir selbst gut und ich bin auch so eingerichtet. Trotzdem fertige ich gerne auf Wunsch individuelle Möbel an und setze andere Farbkombinationen um“, erklärt sie mir auf ihre nette Art, während sie den Pinsel schwingt.

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Lisa ist sogar so lieb, dass sie mir eine kleine Holzkiste schenkt. Zurück in der Wohnung wird dieser noch das Ankerplatz-Logo aufgestempelt. Ich darf mir dazu ein hübsches Schmuckstück aussuchen, worüber ich mich riesig freue!

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Ich bin beeindruckt von dieser jungen Frau, ihrem Talent und ihrem kreativen Köpfchen, das ich auf den ersten Blick vielleicht nicht erwartet hätte. Nach ihrem Studium würde sie übrigens am liebsten Bühnenbilder beim Theater bauen, Museen oder Ausstellungen gestalten.

Ihr findet die tollen Produkte auch in Lisas Online-Shop! Ich habe mich total in das Regal „Gustav“ verliebt, das ich gedanklich schon über meinem Schreibtisch sehe. An der kleinen geschenkten Holzkiste erfreue ich mich jeden Tag. Sie steht in meinem Badezimmer und ist dekorativ gefüllt mit kleinen Handtüchern! Ich freue mich schon auf den nächsten Sommer. Dann werde ich wieder mit Brötchen im Strandkorb der Fischbar sitzen, auf die Förde blicken und meinen Ankerplatz Kiel genießen.

Psst … Vielleicht hab ich euch ja auch etwas von Ankerplatz für unsere 4. Adventsverlosung mitgebracht 😉

Text/Fotos: Finja Schulze

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1 comment

  1. Stefanie

    Eine orangene Nähmaschine, wie cool ist das denn?!